Die territoriale Struktur Moskaus ist "ein zusammenhängendes System von territorialen Einheiten, das innerhalb der Grenzen der Stadt aufgebaut wird. Territoriale Einheiten der Stadt Moskau sind die Rayons und Verwaltungsbezirke, deren Namen und Grenzen durch Rechtsakte der Stadt Moskau festgelegt sind". Dabei dürfen die Bezirksgrenzen die Grenzen der sie bildenden Rayons nicht kreuzen.
Die administrative Verwaltung der Stadt erfolgt durch die Verwaltungsbezirke (1991 gebildet). Die Bildung bzw. Auflösung von Verwaltungsbezirken, die Bestimmung und Änderung ihrer Grenzen, sowie ihre Namensgebung gehören zur Kompetenz des Bürgermeisters von Moskau.
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Die Verwaltungsbezirke werden von Präfekten geleitet, die vom Bürgermeister bestellt werden und die lokale Verwaltung in den Bezirken besorgen. Die territorialen Organe der Exekutive der Hauptstadt sind die Rayonsverwaltungen, die der Regierung Moskaus unterstehen.
Die Verteilung der Kompetenzen geschieht folgenderweise: die Präfektur ist zuständig für Kontrolle, Koordination, Verfügungsfunktionen auf dem Territorium des Verwaltungsbezirks, und die Rayonsverwaltung — auf dem Territorium des Rayons. Für Leitung, Koordination und Kontrolle der Tätigkeit der Rayonsverwaltung ist der Präfekt des entsprechenden Verwaltungsbezirks Moskaus zuständig.
Im Jahre 2003 wurde die Struktur der Exekutive der Hauptstadt endgültig ausgebildet:
Regierungsamt Moskaus
Departements der Stadt Moskau (26)
Komitees der Stadt Moskau (13)
Hauptverwaltungen und Verwaltungen der Stadt Moskau (6)
Inspektionen der Stadt Moskau (4)
Präfekturen der Verwaltungsbezirke der Stadt Moskau (10)
Rayonsverwaltungen der Stadt Moskau (123)
Die Besonderheiten der städtebaulichen Entwicklung der Hauptstadt haben sich bereits im XII. Jh. während der Gründung der Stadt herausgebildet. Der zentrale Teil Moskaus erweiterte sich auf Rechnung der Stadtränder und folgte dem mittelalterlichen Prinzip der städtischen Bebauung, wenn starke Festungsmauern allmählich die Ringstraßen der angrenzenden neuen Siedlungen umfassten. Die ersten Schutzmauern haben den Verlauf der Moskauer Ringe begründet und den Grund für die gesamte Planung der russischen Hauptstadt gelegt.
Als Grenzring der Stadt dienten zu verschiedenen Zeiten: die Kremlmauer, die Erdstadt, der Kammerkollegwall, der Boulevardring, der Kleine Ring der Eisenbahn. Seit 1960 ist die Moskauer Ringstraße die Grenze Moskaus. Ringförmig ist auch die Hauptlinie der Moskauer Metro — die Ringlinie — und der 2005 beendete Dritte Transportring der Hauptstadt. Somit bleibt die für Moskau typische Strahlenringplanung für die Entwicklung der Metropole bestimmend. Aber zum Bestand der Stadt heute gehört auch eine Reihe von Gebieten außerhalb der Moskauer Ringstraße, darunter die Stadt Selenograd.