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Neue Müllverwertungs technologien
Moskau schenkt eine besondere Aufmerksamkeit den fortschrittlichen Technologien und der internationalen Erfahrung im Bereich Abfallverwertung. Es wird auch ein Programm zur Behandlung der Haushaltsabfälle, um die endzulagernde Müllmenge zu reduzieren. Besonders wichtig ist es, diese Verwertung gesundheitsunschädlich für die Moskauer zu machen.
Alle Moskauer Müllverbrennungsanlagen sind mit importierten Gasreinigungseinrichtungen ausgerüstet. Das Gasreinigungsverfahren ist auf die Verbrennung des Moskauer nicht sortierten Mülls ausgerichtet, in dem der Anfall von Nahrungsmittelabfällen sehr hoch ist; es kommen auch solche Fälle häufig vor, dass solche giftige Gegenstände wie zerbrochene Quecksilberthermometer bzw. Quecksilberröhren hinausgeworfen werden. Die Gasreinigungseinrichtungen von diesen Anlagen entsprechen gleichen Anforderungen wie auch die Ausrüstungen ähnlicher Anlagen in Europa, sodass auch Dioxinemissionen gereinigt werden. Die Moskauer Betriebe werden sowohl von örtlichen Labors als auch von der Moskauer Wirtschaftsüberwachungsbehörde kontrolliert, sodass das Gasreinigungsniveau gleich hoch wie in Europa ist. Im Jahre 1975 reichte für Moskau bloß eine Müllverbrennungsanlage aus. Sie verwertete 75 Tonnen Abfälle pro Jahr. Die Bevölkerung der Stadt erhöhte sich inzwischen beachtlich und die Umfänge allein an Haushaltsabfällen können mitunter 5,2 Mio.t pro Jahr. Aber insgesamt erreichen die Abfälle in Moskau innerhalb eines Jahres zwischen 26 und 27 Mio.t. Das sind Abfälle von Baustellen, medizinische Abfälle, davon 240 Tsd.t sind Abfälle von den Betrieben. Die Bevölkerung produziert 8,2 Mio.t feste Haushaltsabfälle, davon 1 Mio.t Großabfälle, kommerzielle Unternehmen — 1400 t. Die Aufgabe heißt: diese Abfallmengen richtig verwerten und das Leben des Menschen in Moskau und im Moskauer Gebiet sicherer gestalten. Die Regierung Moskaus ist seit langem mit der Lösung dieses Problems beschäftigt. Das erste Abfallverwertungsprogramm entstand im Jahre 1992, dann wurde es im Jahre 2005 erneuert.
Die Aufgabe des ersten Programms bestand in so einer Verwertung und Verarbeitung der Abfälle, dass zum Jahr 2008 18% der Müllmenge durch Müllverbrennungsanlagen verwertet werden und 82% auf den Mülldeponien endgelagert werden. Am 22. April 2008 wurden neue Aufgaben im Zusammenhang mit dem neuen Abfallverwertungsprogramm formuliert. Indem man früher 82% Abfälle nicht verarbeitete, sondern auf den Mülldeponien liegen ließen, so müssen zum Jahr 2015 nur noch 27—37% Stadtmüll auf den Mülldeponien liegen bleiben. Einige Müllarten, z.B. Bauschutt, werden traditionell zur weiteren Verwendung verwertet: durch Zerkleinerung bzw. durch Metalltrennung werden die Abfälle erneut in Produktion geleitet. Die Regierung der Stadt Moskau beabsichtigt, die Müllverbrennungsanlagen zu bauen, die die städtischen Mülldeponien entlasten werden.
Die Hauptaufgabe der Abfallverarbeitung ist Müllvernichtung. Die Vertreter des Höchsten Umweltschutzrates Russlands formulierten drei Hauptmerkmale dieser Arbeit. Erstens: die Abfallverwertung soll möglichst schnell erfolgen. Zweitens: sie muss möglichst wenig Fläche in der Stadtwirtschaft in Anspruch nehmen. Drittens: solch eine Verwertung soll die ökologische Sicherheit gewährleisten. Obwohl 4000 Müllverbrennungsanlagen in 80 Ländern der Welt funktionieren und deren Arbeit ökologisch zuverlässig anerkannt ist, ist in Russland die Frage nicht gelöst, inwieweit eine Müllverarbeitungsanlage umweltfreundlich ist. Die Regierung der Stadt ist bestrebt, die Stadteinwohner mit einer wahrheitsgetreuen und ausführlichen Information über die Müllverarbeitungstechnologien zu versorgen.
Der Europäische Rat und das Europarlament erkläten im vorigen Jahr die Abfallverbrennung für umweltsicheres Verfahren. Die Erfahrung der Megapolisstädte zeugt von der Zweckmäßigkeit einer komplexen Müllverarbeitung: die Abfälle werden aussortiert, es werden die Stoffe gesammelt, die sekundär zur Verwendung kommen können, organische Abfälle werden kompostiert. Es werden die Abfälle verbrannt, die sekundär nicht mehr zu verwerten sind. Zu den Mülldeponien werden nur Restprodukte, z.B. Asche, abtransportiert, mit denen nichts mehr anzufangen ist.
So wird es in den nächsten Jahren geplant, zwischen 25 und 30 Müllverbrennungsanlagen in den europäischen Ländern zu bauen, wo diese Branche noch nicht entwickelt ist. Zum Beispiel, in Spanien und Großbritanien, Süditalien, aber auch in Deutschland.
Gerade in Italien, wo das Problem der Müllverwertung sehr akut ist, kann eben die Müllverbrennung dieses Problem effizient lösen. So verbindet die Müllverbrennungsanlage in Mailand die Abfallverbrennung und Energieerzeugung. Diese Müllverbrennunganlage übernimmt in einem wesentlichen Maße die Stadtheizung. Aber die Bevölkerung bezweifelte am Anfang die Zuverlässigkeit dieses Verfahrens: es wurden ca. 200 Protestaktionen in Italien fixiert, davon 23% gegen Müllverbrennungsanlagen, 11% gegen Mülldeponien. In Italien wirken bis jetzt 50 große Müllverbrennungsanlagen.
In Frankreich werden über 35% feste Haushaltsabfälle an Müllverbrennungsanlagen verwertet. Diese Anlage erzeugen Energie im Rahmen der Müllverbrennung. Von 13 Pariser Müllverbrennungsanlagen versorgen 9 Anlagen die Stadt mit Wärme.
Die Sortierung des Mülls ist eine positive Erfahrung für Moskau, die von den Einwohnern erfolgreich übernommen wird. Spezielle Apparate nehmen verbrauchte Alu-Dosen und PE-Flaschen an 3500 solche Apparate in der Stadt. Für diesen Müll geben diese Apparate Geld heraus: ca. 50 Kopeken pro Dose und ca. 30 Kopeken pro PE-Flasche. Dieses System entwickelt sich, die Anzahl dieser Apparate nimmt zu. Die Moskauer benutzen diese Apparate aktiv: täglich werden ca. 5 t Abfälle angesammelt, d.h. ca. eine Million Dosen und Flaschen. Sie kommen nicht zur Deponie, sondern sie werden sekundär verarbeitet. Solch ein System ist in den europäischen Ländern entwickelt: in den deutschen Städten werden 98% Flaschen und Dosen werden zur Verarbeitung zurückgeschickt und die Bürger erhalten dafür Geld oder Coupons, um dafür etwas kaufen zu können. * Foto: ITAR-TASS
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