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Blühender Planet WWZ

Blühender Planet WWZ

Am 26. Juni wird auf dem Gelände des historischen Garten- und Park-Ensembles des Gesamtrussischen Ausstellungszentrums (russische Abkürzung: WWZ) die 5. Internationale Ausstellung für Blumengestaltung und Landschaftsdesign mit der Bezeichnung «Blühender Planet» eröffnet. Veranstalter sind die Regierung Moskaus, die Präfektur des Moskauer Verwaltungsbezirks Nordost und das WWZ, unterstützt werden sie dabei vom Ministerium für Landwirtschaft und vom Ministerium für regionale Entwicklung, von der Industrie- und Handelskammer sowie von der Vereinigung der professionellen Landschaftsdesigner.

Entlang der Zentralallee, im Nördlichen und Südlichen Rosarium sowie im Bereich der Springbrunnenanlagen «Völkerfreundschaft» und «Steinerne Blume» sind prächtige Blumenbeete und originelle Landschaftskompositionen geschaffen worden. Eines der zentralen Anliegen der diesjährigen Ausstellung ist es, die Aufmerksamkeit aller Interessenten auf die Probleme des Lebens in einer urbanisierten Umwelt, auf die Schaffung eines komfortablen, freundlichen und ökologisch korrekten Lebensraums in der Stadt zu lenken. Grünanlagen sind eines des wichtigsten Elemente für die Gesundung des städtischen Milieus, ein höchst wirksames Mittel zur psychologischen und ästhetischen Einwirkung auf die Städter.

Die Ausstellung soll unser gewandeltes Verhältnis zur Landschaftsarchitektur und das wachsende Interesse für unkonventionelle Methoden, Materialien und konstruktive und stilistische Lösungen sowie für die Philosophie des natürlichen Raums der Stadt und ihrer von Menschenhand geschaffenen Landschaften deutlich machen. Ein jeder ihrer Teilnehmer hat sein kreatives Credo in das gemeinsame Objekt eingebracht. Kleine Vorgärten und Parterre-Beete, landschaftsarchitektonische Gestaltungen mit seltenen Bäumen und Sträuchern, vertikale Blumenkompositionen, Formschnittfiguren, Patios und moderne städtische Gartenanlagen bieten dem Betrachter Ideen, die er dann innerhalb oder außerhalb der Stadt umsetzen kann. Auf der Ausstellung sind Arbeiten der führenden Spezialisten zu sehen, bei denen eine jede Pflanze und jeder architektonische Einfall eine ganz bestimmte Landschaftsauffassung zum Ausdruck bringen und von der Professionalität der Autoren zeugen.

Die umfänglichsten Teilbereiche der Ausstellung sind am Haupteingang des WWZ gelegen. Die Präfektur des Verwaltungsbezirks Nordost stellt ein Arrangement im Landschaftsstil mit Elementen eines Barockgartens und pflanzlichen Imitationen von kleinen architektonischen Formen und von Alltagsgegenständen mit der Bezeichnung «Moderner englischer Garten» vor. Diese Arbeit zeugt von einer neuen Etappe der Beliebtheit des Formschnitts, der viel Mühe und großes Können erfordert. Die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich lenken dürften auch die «Französische Ecke» der Landschaftsfirma Belaja Datscha Zwety, der «Chinesische Garten» des Studios Gardemarine, die Gestaltung «Eurasien» mit charakteristischen Elementen einer räumlichen Blumenanordnung, die vom Bürgermeisteramt der Stadt Uljanowsk, einem langjährigen Teilnehmer der Ausstellung, stammt, sowie die Arbeit «Sommergarten» der Direktion des einheitlichen Auftraggebers für Begrünungsarbeiten in Moskau.

Die Erfahrungen ausländischer Blumenzüchter werden unter anderem von der deutschen Firma RosenWelt Tantau präsentiert, die sich seit mehr als hundert Jahren auf die Züchtung von Rosen spezialisiert hat. Eine neue Gruppe von Rosen für die Gestaltung städtischer Grünanlagen — Cityflor-Rosen — hat sich unter den in der russischen Hauptstadt herrschenden Bedingungen bestens bewährt.

Eines der Themen der Ausstellung ist der Sieg des sowjetischen Volkes im Großen Vaterländischen Krieg, der sich 2010 zum 65. Mal jährt. Das Moskauer staatliche vereinigte künstlerische Geschichts-, Architektur-, Natur- und Landschaftsschutzgebiet Kolomenskoje-Ljublino-Ismailowo-Lefortowo macht die Moskauer und Gäste der russischen Hauptstadt mit seiner Komposition «Im Garten feiern wir den Sieg!» bekannt, die Präfektur des Moskauer Verwaltungsbezirks Süd zeigt ihre Anlage «Friedenstaube», die Präfektur des Moskauer Verwaltungsbezirks Südost ihre Arbeit «Krieg und Frieden», und die Präfektur des Moskauer Verwaltungsbezirks Ost hat ihren strengen und zugleich ans Herz gehenden Beitrag «... Als weiße Kraniche hoch oben ...» einem bekannten Lied zum Kriegsthema nach den Worten des dagestanischen Lyrikers Gamsatow nachempfunden. Sicherlich verweilen werden die Besucher bei den Arbeiten «Vivat!» und «Glockengeläut», und die lebensbejahende Stimmung eines jeden Frühlings, vor allem jedoch des Frühlings 1945 verspürt man beim Anblick des Beitrags «Pelzige Hummel».

Im Teilbereich «Gartenminiaturen» befindet sich ein «Tischgarten» nach Motiven von Lewis Carrolls berühmtem Kinderbuch «Alice im Wunderland». Diese Miniatur könnte als nachahmenswertes Beispiel für Gärten auf Dächern, Rampen und anderen geneigten Flächen dienen, denen im modernen städtischen Milieu besondere Aktualität zukommt.

Vom 15. Juni bis zum 15. September findet auf dem Gelände des Gesamtrussischen Ausstellungszentrums, und zwar auf den umzäunten Freiflächen zwischen den Pavillons 25 und 26, eine weitere «grüne» Veranstaltung statt: die 8. Spezialisierte Ausstellung Landschaftsgärten. Auf dieser Ausstellung werden verschiedene Methoden für die Gestaltung von Arealen innerhalb und außerhalb von Städten sowie vielversprechende ein- und mehrjährige Pflanzen und Rosen für städtische Grünanlagen gezeigt werden.

Die Ausstellung beginnt mit einem originellen Wassergarten, bei dem Wasserflächen mit blühenden Pflanzen kombiniert sind (Autor: A. S. Landyschew). Allgemeines Interesse finden dürfte die Modul-Exposition der niederländischen Firma De Vroomen Holland mit Neuzüchtungen mehrjähriger Pflanzen. Im Juli werden sich Blumenfreunde und Experten an der Blütenpracht von Rosen erfreuen können. Das Rosarium der Ausstellung zählt über 6000 Pflanzen führender Rosenzüchter Europas: Meilland International aus Frankreich, RosenWelt Tantau und Noack Rosen aus Deutschland oder David Austin aus Großbritannien.

Hellauf begeistert werden vor allem kleine Besucher der Ausstellung von floristischen Skulpturen (Autor: W. A. Antropow) sein: Pu der Bär und das gutherzige Filmmonster King Kong fast in «natürlicher» Größe, ein sympathischer chinesischer Panda und ein Bergadler mit ausgebreiteten Flügeln, ein Vogel Strauß in Giraffengröße sowie ein rotes Kätzchen, das so groß ist wie ein kleiner Tiger und sich gerade auf seine Beute stürzen will.

Experten werden sich sicherlich für besondere Konstruktionen für vertikale Begrünung interessieren. Während der Ausstellung können sich Besucher beraten lassen.

Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr und samstags und sonntags von 10.00 bis 19.00 Uhr. Der Eintritt kostet 30 Rubel.

Die Ausstellung kann bis zum 15. September besucht werden.