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Erfahrüng im Bereich Sozialfürsorge

 

Hilfe für „schwierige Familien“ und Straßenkinder

Hilfe für „schwierige Familien“ und Straßenkinder

Die Sozialpolitik, darunter auch die Unterstützung von Familien und Kindern, ist ein für Moskau äußerst wichtiger Bereich. Die Moskauer Stadtregierung und die Abgeordneten der Moskauer Stadtduma sind unentwegt bemüht, das Sozialhilfesystem für einkommensschwache Familien zu verbessern, und führen neue sozialwirtschaftliche Garantien ein, u. a. durch Verabschiedung spezieller Gesetze und verschiedener Zielprogramme. Die Sozialfürsorge beginnt mit der Schwangerschaft der werdenden Mutter und dauert bis zur Volljährigkeit des Kindes. Neben Leistungen aus föderalen Mitteln (Einmalzahlung von Schwangerschafts- und Geburtenbeihilfe, monatliches Kindergeld) werden in Moskau aus dem Stadtbudget mehr als 30 Arten von Beihilfen und Transferleistungen an einzelne Familien- und Kinderkategorien ausgezahlt.

In der Stadt wurden schrittweise Transferleistungen für die bedürftigsten Familienkategorien eingeführt. Bei diesen handelt es sich u. a. um kinderreiche Familien, allein erziehende Mütter, Studentenfamilien und Familien mit behinderten Kindern. Diese Leistungen sind für konkrete Ausgaben der Familie vorgesehen: Kindernahrung, Kinderwaren, Wohnkosten einschließlich Nebenkosten und Telefon.

Heute erhalten mehr als 310 000 Familien (mit insgesamt 415 000 Kindern) Transferleistungen. Monatliches Kindergeld ist nur für einkommensschwache Familien vorgesehen. Sonderbeihilfen erhalten Kinder von allein erziehenden Müttern, von Eltern unbekannten Aufenthalts, von einberufenen Soldaten und aus gewöhnlichen, aber mittelosen Familien. Eine besondere Stellung in der Sozialfürsorge nehmen kinderreiche Familien mit mindestens drei Kindern, einschließlich Adoptivkindern, ein, solange das jüngste nicht das 16. Lebensjahr vollendet hat. Für kinderreiche Familien, unter denen auch solche mit mehr als zehn Kindern anzutreffen sind, sind zusätzliche finanzielle Leistungen und Vergünstigungen vorgesehen. Familien mit behinderten Kindern stehen ebenfalls Sonderleistungen und Vergünstigungen zu.

Das Sozialfürsorgesystem der Stadt verfügt über ein Netz von Kinderabteilungen in den Sozialbetreuungszentren. In ihnen werden kostenlose Lebensmittel, Sachen und Schuhe ausgegeben und Freizeitaktivitäten und Erholungsaufenthalte für Minderjährige angeboten. In der Stadt ist ein System von Einrichtungen für Minderjährige, die einer sozialen Reintegration bedürfen, tätig. Die Prinzipien dieses Systems sind Offenheit und Flexibilität in der Wahl der Reintegrationsformen. Die Kinder und Jugendlichen leben in den Reintegrationszentren unter familienähnlichen Bedingungen, absolvieren individuelle Programme und werden von Psychologen betreut. Dort erwerben sie Fertigkeiten und Fähigkeiten für das zukünftige selbständige Leben und können verschiedene Berufe kennen lernen und sich in der Berufswahl orientieren. In den Reintegrationszentren und Fürsorgeheimen werden rund um die Uhr Minderjährige im Alter von 3 bis 18 Jahren aufgenommen.

Die Moskauer Stadtregierung garantiert, dass Straßenkinder, die sich in einer schwierigen Lebenslage befinden, unabhängig vom Wohnort, von der finanziellen Lage der Familie und des Grundes für das Verlassen der Familie die notwendige Hilfe erhalten. Die Datenbank der in der Stadt aufgegriffenen Straßenkinder und unbeaufsichtigten Minderjährigen (GRIS) wird fortlaufend ergänzt. Derzeit enthält die Datenbank Informationen über mehr als 15 000 Minderjährige, die in eine schwierige Lebenslage geraten sind. Während der langjährigen Tätigkeit der verschiedenen Sozialzentren hat die soziale Reintegration zunehmend Vertrauen und Akzeptanz unter Stadtbevölkerung erworben. Noch vor mehreren Jahren vermieden es sowohl Kinder als auch Erwachsene, um Hilfe zu bitten. Jetzt wissen sie, wohin sie sich wenden können, und versuchen immer seltener, ernsthafte Schwierigkeiten allein zu bewältigen.

Damit das Recht des Kindes, in einer Familie zu leben und erzogen zu werden, erfüllt wird, werden in den Reintegrationszentren und Jugendwohnheimen von einem Erzieher betreute familienartige Gruppen eingerichtet. In der Stadt ist rund um die Uhr ein mobiler Notfalldienst für Minderjährige im Einsatz. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Projekt mit der UNICEF. Darüber hinaus ist eine Hotline für die Suche nach vermissten Minderjährigen in Betrieb.

Die Kinder werden bei der Betreuung in der Familie gelassen. Dabei gilt die Aufmerksamkeit der Spezialisten nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern und anderen Familienangehörigen, die die Spezialisten der Einrichtung ebenfalls betreuen. Die Wiederherstellung der Eltern-Kind-Beziehung und die Mitwirkung bei der Bewältigung einer schwierigen Lebenslage lösen die psychische Spannung in der Familie.