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Mehr freie Stellen für Moskauer Schulabgänger

Mehr freie Stellen für Moskauer Schulabgänger

Der Jugendbeschäftigung wird in Moskau besondere Aufmerksamkeit gewidmet. In diesem Zusammenhang ist in der Hauptstadt ein Beschäftigungsprogramm für Schulabgänger angelaufen. Selbst am Höhepunkt der Krise blieb in Moskau die Beschäftigungslage relativ günstig. Sogar Jugendliche ohne Berufserfahrung fanden eine Stelle. Nach den Daten des Departments für Arbeit und Beschäftigung der Stadt Moskau beträgt die Gesamtzahl der beim Arbeitsamt gemeldeten Schulabgänger nicht mehr als 4 500, während sie sich 2009 auf 9 000 belief.

Am 3. Juni 2010 fand der Moskauer Jugendbeschäftigungstag statt. An ihm nahmen nicht nur Komitees und Departments der Moskauer Stadtregierung, sondern auch große Moskauer Firmen, Bildungseinrichtungen, Personalagenturen und Vertreter der Massenmedien, die regelmäßig über Stellenangebote informieren, teil.

Das städtische Arbeitsamt präsentierte die meisten Stellenangebote: 190 000. In den Ausbildungszentren lernten die Jugendlichen die in den Angeboten gefragten Berufe kennen. Sie sprachen mit den Mitarbeitern von Personalagenturen, die über die freien Stellen, Anforderungen an die Bewerber und die Höhe des Gehalts informierten. Der direkte Kontakt half den unerfahrenen jungen Menschen, sich auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren. Jeder Interessent konnte kostenlose Beratung in Anspruch nehmen und auf den Geschäftsverkehr mit den Arbeitgebern ausgerichtete Trainings und Workshops besuchen.

Alle auf der Messe präsentierten Firmen nahmen Jugendliche unter voller Einhaltung der Arbeitsgesetzgebung der RF auf. Viele lernten erstmals das Einstellungsverfahren kennen, unterschrieben zum ersten Mal einen Arbeitsvertrag und erfuhren Grundlegendes über die Rechte und Pflichten des Arbeitnehmers und des Arbeitgebers. An diesem Tag schlossen fast 4 000 Jugendliche einen Arbeitsvertrag ab.

In Moskau findet auch regelmäßig eine Jobmesse statt. Sie gibt Jugendlichen Gelegenheit, sich in die Berufs- und Erwerbstätigkeit zu stürzen, sich auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren und entsprechende freie Stellen bei zuverlässigen Arbeitgebern zu finden. Die meisten Firmen, die Minderjährigen Arbeit anbieten, sind Privatunternehmen.

Die Spezialisten des Arbeitsamtes helfen den Jugendlichen, die interessantesten Stellenangebote auszuwählen und informieren über die herrschende Lage auf dem Arbeitsmarkt. Denjenigen, die noch keine Wahl getroffen haben und zum ersten Mal Arbeit suchen, helfen Psychologen. Sie führen individuelle Beratung und Tests durch, um Eignung und Fähigkeiten festzustellen. An die Psychologen wenden sich im Wesentlichen 14-Jährige, die noch nicht wissen, welchen Beruf sie ergreifen wollen.

Besonders beliebt sind unter den Schülern Stellen wie Promoter, Kurier, Verkaufsberater, Managementassistent oder Nachwuchsjournalist. In den Firmen haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich an der Büroarbeit zu beteiligen und die Grundlagen der Geschäftsethik kennen zu lernen. Besonderen Eindruck auf die Schüler machte die Tätigkeit des Sozialarbeiters. Auch Jugendliche im Alter von 14–18 Jahren können Pflichten eines Sozialarbeiters erfüllen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Wohnungsputz, Begleitung auf Spaziergängen oder in die Poliklinik und Vorlesen von Büchern. Die Tätigkeit als Sozialarbeiter lehrt, alte Menschen zu verstehen und zu akzeptieren, und entwickelt ihnen gegenüber Mitgefühl und Achtung. Heute ist der Wunsch, Hilfsbedürftigen zu helfen, eine bewusste Wahl vieler junger Menschen.

Quelle: Zeitung Twerskaja, 13 
Foto: RIA Novosti