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Klöster, kathedralen und kirchen
«Stadt mit den goldenen Kuppeln» wird Moskau auch genannt. Laut Überlieferung gab es hier einst «vierzig mal vierzig», also 1600, Kirchen. In Wirklichkeit waren es nicht mehr als tausend. 1917 zählte man noch etwa 900 Kirchen und Kapellen aller christlichen Konfessionen sowie 25 Klöster. Heute stehen den Gläubigen in der russischen Hauptstadt 790 russisch-orthodoxe Kirchen und Kapellen offen, in denen Gottesdienst abgehalten wird. Zudem gibt es in Moskau 8 Klöster.
Diejenigen Klöster, die am Stadtrand entstanden, wurden häufig als Wächter bezeichnet. Ihre mächtigen Mauern dienten der Verteidigung. Bei Gefahr konnten sich die Einwohner hinter ihnen in Sicherheit bringen. Der Ring der Moskauer Klöster bot den Moskauern so manches Mal Schutz. Bis in unsere Tage haben sich mehrere solche Wehrklöster erhalten, unter anderem das Wyssoko-Petrowski-Kloster, das Roschdestwenski-Kloster (Kloster zu Christi Geburt), das Sretenski-Kloster, das Nowospasski-Kloster (Neues Erlöserkloster), das Swjato-Danilow-Kloster (Kloster des Heiligen Daniel) und das Nowodewitschi-Kloster (Neujungfrauenkloster). Heute behüten diese Wehrklöster, die mittlerweile längst nicht mehr am Rand der gewachsenen Stadt liegen, die Ruhe der historischen Vergangenheit.
Fast alle in Moskau erhalten geblieben Kirchen und Klosteranlagen (die meisten von ihnen dienen jetzt wieder religiösen Zwecken, weshalb bei ihrem Besuch besondere Vorschriften hinsichtlich der Kleidung zu beachten sind) stellen einzigartige Denkmäler der russischen Baukunst dar. Sie verfügen über beachtliche Sammlungen altrussischer Malerei und angewandter Kunst und dienen herausragenden Vertretern der russischen und zugleich der Weltkultur sowie Heerführern und Politikern als letzte Ruhestätte.
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