Banken
Der Anteil der russischen Banken am Finanzmarkt Russlands beträgt ca. 90%, hierbei beteiligt sich das ausländische Kapital mit über 25% am Gesamtbankkapital Russlands.
Zu Beginn 2008 haben die Bankguthaben 20 Billionen Rubel überschritten, wobei die Guthaben von Versicherungsgesellschaften, Beteiligungsanlagenfonds, nichtstaatlichen Pensionsfonds insgesamt etwas mehr als 2 Billionen Rubel betragen haben.
Für die letzten Jahre ist das Banksektor Russlands beträchtlich herangewachsen: nur für das abgelaufene Jahr sind die Guthaben um 44,1% gestiegen. Aber die massierte Modernisierung der Wirtschaft wird einen Zufluss von ca. 3740 Billionen Rubel jährlich binnen 5 Jahre notwendig machen, was präzedenzlose Maßnahmen zur Kreditierung von staatlichen Wirtschaftsprogrammen voraussetzt. In diesem Zusammenhang entsteht die Notwendigkeit, das Innenbanksystem durch die Verstärkung seiner langfristigen Ressourcenbasis noch aktiver zu entwickeln.
In Moskau sind über 50% aller Kommerzbanken des Landes registriert. Ihr Anteil an Guthaben des gesamten Banksystems Russlands übersteigt 50%.
Die Bankengemeinschaft hat über die Vorbereitung der "Strategie für Entwicklung des Banksystems bis 2020"beschlossen. Dieses Dokument wird die Hauptwege für die Entwicklung des russischen Banksystems unter Beachtung der grundlegenden weltweiten Trends festlegen. Eines der Szenarien sieht vor, dass ca. 5 Billionen Rubel aus den Staatsfonds als Wachstumskatalysator in der ersten Phase eingesetzt werden sollen. Es wird die Aufgabe zur Aufbringung von langen Ressourcen gestellt, wobei die Vorteile von staatlichen Fonds ausgenutzt werden müssen. In der zweiten Phase soll der Kapitalmarkt zur Quelle für lange Ressourcen werden: Hypothekenwertpapiere, Körperschaftsobligationen, Securitization, IPO.
Die Untersuchungen zeigen, dass sich ca. 80,4% der Kunden von Banken in Russland im Allgemeinen mit dem Niveau der Leistungen zufrieden geben, ca. 80% bei der Wahl der Bank nach der Zuverlässigkeit und der Anziehungskraft von Finanzbedingungen und jeweils 60% nach dem bequemen Bankstandort und der hohen Vorgangsgeschwindigkeit richten. Die Servicequalität ist für 21% und die breite Palette von Bankleistungen für 9% der Kunden wichtig.
Der grundlegende Wettbewerbsvorsprung von russischen Banken bleibt nach wie vor das verzweigte Filialennetz.
Nach Ansicht der Experten, haben große nationale Banken die Chance, sich schon in 20 bis 30 Jahren in internationale Finanzgruppen zu wandeln.
Der Wettbewerb wird sich auf dem Markt der Bankleistungen durch die Tätigkeit von "Töchtern" der ausländischen Banken verstärken, die den russischen Finanzmarkt weiterhin aktiv "erschließen". So hat die Finanzgruppe BNP Paribas, die die Spitzenstellungen in Europa einnimmt, die Anzahl von ihren "Töchtern" bis zu vier erhöht. Die Swedbank plant den Anteil Russlands in ihrem Business bis zu 5% zu steigern. Die Deutsche Bank (ihre Geschichte in Russland dauert über 125 Jahre) leitet zurzeit die Arbeitsgruppe für die Entwicklung des Banksektors und der Finanzmärkte in Russland im Beirat für ausländische Investitionen (KSII) bei der Regierung der Russischen Föderation. Sie beteiligt sich aktiv an der Erarbeitung der Gesetzgebung über das Derivatbusiness, die Infrastrukturobligationen und der anderen für das Bankgeschäft notwendigen Gesetze.
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